27-02-26- Amir Ibraimov

Eine knisternde Atmosphäre herrschte auch am heutigen Freitag bei der Dreiband-Team-Weltmeisterschaft in der Viersener Festhalle. Das lag unter anderem auch am deutschen Duo mit Martin Horn und Amir Ibraimov, das nach seinem gestrigen Auftaktsieg gegen Frankreich nun gegen das Duo aus dem Vietnam ranmusste.

Beide Einzel avancierten zu echten Krimis, bei denen sich keiner der Akteure richtig absetzen konnte. So kam es wie es kommen musste, die Entscheidungen fielen in den letzten Aufnahmen. Während Horn gegen Quyet Chien Tran hauchdünn mit 38:40 unterlegen war, drehte wenig später Youngster Ibraimov einen 36:38-Rückstand nervenstark in einen 40:38-Sieg. Dem wesentlich routinierteren Tran Thanh Tu Nguyen blieb nichts anderes übrig, als dem Deutschen zu dieser Glanzleistung zu gratulieren.

Mit nunmehr einem Sieg und einem Unentschieden hat Team Deutschland beste Chancen, am Samstag ins Viertelfinale einzuziehen. Dazu ist gegen Mexiko, dass gegen Frankreich 2:2 spielte, eine Punkteteilung nötig.

Bereits beendet ist die Gruppe C mit Titelverteidiger Niederlande. In der Besetzung Dick Jaspers und Glenn Hofman trennten sie sich am Vormittag von Schweden mit einem Remis, ehe dann am Abend das Aufeinandertreffen gegen Belgien auf dem Programm stand. Sowohl Hofman als auch Jaspers spielten sich schnell in Führung und behielten diese bis zum Ende mit einer höchst konzentrierten Leistung bei. Somit konnten sie sich genauso wie Schweden, die parallel gegen Griechenland spielten, mit 4:0 behaupten.

Schweden ging seinerseits durch Torbjörn Blomdahl in Führung, dem David Pennor den nächsten Punkt folgen ließ. Dimitrios Seleventas hatte auf griechischer Seite zumindest noch die Chance auf den Ausgleich gegen Pennor, doch er verpasste im Nachstoß den vierzigsten Punkt um Haaresbreite.

Die Niederlande beendet somit diese Vorrundengruppe auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von der schwedischen Vertretung. Beide Teams wird man ab Samstagnachmittag im Viertelfinale wiedersehen.

Ebenfalls beendet ist die Gruppe mit den nach zwei Spieltagen führenden Spaniern. Gegen die USA gelang es Sergio Jimenez und Ruben Legazpi im letzten Gruppenspiel nicht, ihr Leistungsniveau voll abzurufen. Pedro Piedrabuena und Raymon Groot hingegen waren auf amerikanischer Seite voll motiviert und wussten die Gunst der Stunde zu nutzen. Zwar hielten sie sich mit großen Serien zurück, doch trotzdem gelang es dem Duo, sich von den Spaniern abzusetzen. Zwei glatte Matchgewinne sorgten für ein deutliches 4:0-Endergebnis, mit dem die USA das spanische Team sogar noch vom ersten Platz der Gruppe verdrängten.

Im Duell zwischen Korea und Ägypten stand letztlich ein 2:2 auf dem Spielberichtszettel, was für beide aber zu wenig zum Weiterkommen war.

Die Türkei dominiert derweil die Gruppe A nach Belieben. Die heutige zweite Partie konnten Tayfun Tasdemir und Berkay Karakurt sicher mit 4:0 gegen Kolumbien für sich entscheiden. Tasdemir war gegenüber Pedro Gonzalez stets ein paar Punkte voraus und spielte diesen Vorsprung gekonnt über die Ziellinie. Sein Team-Partner Karakurt zeigte parallel gegen Huberney Catano seine ganze Klasse, spielte unter anderem eine fantastische Serie von 13 Punkten und gewann unter dem Strich mit 40:26 Punkten nach zwanzig Aufnahmen.

In der zweiten Partie dieser Gruppe trennten sich Jordanien und Japan mit einem 2:2-Unentschieden. Dabei sahen die Japaner zunächst lange wie das unterlegene Team aus, doch Takao Miyashita drehte eine verloren geglaubte Partie gegen Ahmed Al Ghababsheh noch zum Sieg.

Ergebnisse des zweiten Tages:

Niederlande – Schweden 2:2
Griechenland – Belgien 0:4
Deutschland – Vietnam 2:2
Mexiko – Frankreich 2:2
Türkei – Kolumbien 4:0
Jordanien – Japan 2:2
Spanien – USA 0:4
Ägypten – Südkorea 2:2
Niederlande – Belgien 4:0
Griechenland – Schweden 0:4